Neues Lehrbuch zur Journalistik erschienen

Freitag, 18. Januar 2013 16:44

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Klaus-Dieter Altmeppen von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und ich haben ein neues Lehrbuch zur Journalistik verfasst.

In dem Band, der im Oldenbourg-Verlag erschienen ist, geht es um u.a. um die redaktionelle Organisation, technische Innovationen im Journalismus, das Selbstverständnis der Journalisten, um Ethik und Qualität, Journalismuskulturen und das Verhältnis des Journalismus zur Macht. Da Journalismus nicht in einem leeren Raum operiert, sind weitere Punkte das Publikums des Journalismus, die Einbettung des Journalismus im Medienbetrieb sowie das Verhältnis zur Politik und zur Public Relations.

Klaus-Dieter Altmeppen/Klaus Arnold: Journalistik. Grundlagen eines organisationalen Handlungsfeldes. München: Oldenbourg 2013. 212 S., 24,80 €.

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Professoren und Stehpartys

Montag, 23. Januar 2012 17:03

Alles zum Thema Stehempfänge, Uni-Karrieren, Networking, Emanzipation und Säbelzahntiger.

Die streng wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sekt und Smalltalk ist in der DUZ und bei Spiegel Online erschienen.

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Wir sitzen alle in einem Zug!

Dienstag, 28. Juni 2011 21:39

Viele Jahre bin ich mit der Bahn durch Deutschland geschaukelt. Meine schrecklichen Erlebnisse sind in diesem Artikel dokumentiert. Er ist in der DUZ und bei Spiegel Online erschienen.

Und angesichts der engagierten Kommentare bei Spiegel-Online: Alles ist selbstverständlich die absolute Wahrheit und eine höchst ernsthafte Auseinandersetzung mit der Bahn, die für mich immer die Bundesbahn bleiben wird.

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Artikel auf Spiegel-Online

Mittwoch, 23. März 2011 10:26

Meine Geständnisse zum Thema Professoren-Bestechung nun auch im Uni-Spiegel. Leider habe ich den Artikel lange Zeit vor der Guttenberg-Geschichte geschrieben, sonst hätte ich das wohl mit eingebaut.

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Guttenberg – ein Medienphänomen

Dienstag, 1. März 2011 10:27

Klar, die Doktorarbeit des Verteidigungsministers ist offensichtlich ein gezielt zusammengestelltes Plagiat. Und auch klar: Es ist kaum tragbar, dass er weiter Minister bleibt. Ein Rücktritt würde ja nicht bedeuten, dass es für immer abtreten muss. Er könnte sich eine zeitlang zurückziehen und zeigen, dass er seine Fehler einsieht. In ein paar Jahren erlebt er dann möglicherweise – wenn er wirklich so gut ist - ein Comeback in einem Spitzenamt. Eine zweite Chance hat jeder verdient.

Aber mir geht es um etwas anderes: Wie kann es sein, dass die Medien – mit der Ausnahe von Bild – einhellig gegen den Minister schießen, er aber in der Bevölkerung nach wie vor ziemlich beliebt ist. Gut, kann sich vielleicht in den nächsten Wochen ändern. Durch das massive Framing der Medien gibt es vielleicht einen entsprechenden Effekt. Auch die Noelle-Neumannsche Schweigespirale könnte hier einsetzen. Aber im Moment führt er die Beliebheitsskalen immer noch an.

Man kann das damit erklären, dass die “einfachen” Menschen die Bedeutung von Fußnoten nichts verstehen oder dass sie die Regeln des Wissenschaftsbetriebs nicht kennen. Vielleicht – so ein weiteres Erklärungsmuster – liegt es auch daran, dass Wissenschaftler, Intellektuelle und ganz besonders Journalisten in der Bevölkerung unbeliebt sind. Und unser Karl hat es nun zusammen mit der Bild-Zeitung diesen Fußnotenheinis und arroganten Schlauquatschern mal so richtig gezeigt (”Scheiß auf den Doktor!”).

Das mag alles eine Rolle spielen. Viel entscheidender ist jedoch, dass die Medien – und hier nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Bild oder Focus – den Minister über Monate und Jahre nach oben geschrieben haben (dazu schrieb bei mir Petra Hemmelmann eine Diplomarbeit, eine Kurzfassung ist als taz-Artikel erschienen). Stets gab es tolle Photos vom schneidigen, schönen und schicken Minister in Afghanistan, stets wurde betont, wie “anders” er Politik mache, was er für gute Manieren habe, dass er so klug, so intelligent etc. sei. Dazu kommen Schloss, blonde Superfrau und einfach sein guter Stil. Sicherlich hat Guttenberg dies selbst unterstützt (zur Entspannung lese ich ein wenig Platon im Original), seine Fähigkeiten scheinen dann auch vor allem im Bereich der Public Relations zu liegen. Vielleicht sollte er eine PR-Agentur gründen? Aber die Medien sind auch auf dieses Spiel eingegangen. Warum? Die Erzählung vom Aufstieg eines Helden verkauft sich gut (unser deutscher Kennedy). Und wenn der Held fällt, verkauft sie sich gleich nochmal gut. Und – so lange Zeit mein Verdacht – vielleicht war auch für viele Journalisten Guttenberg eine Person, in die sie private Wunschvorstellungen projizierten: Wer will nicht so sein wie der junge Held: Hübsch, reich, geradeheraus, gutaussehend, stilvoll und und und.

Aber leider gibt es keine Supermänner und keine Superfrauen. Wir müssen uns alle mit unseren oft eher bescheidenen Mitteln bemühen und vielleicht gelingt dann ab und zu was Gutes.

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